Zeitmanagement für Workaholics: Weniger ist mehr

by Katharina on 27. Januar 2014 · 0 comments

Zeitmanagement für Workaholics

Google ist dein Freund: Die Suchkombination “effizienter arbeiten” liefert über fünf Millionen Treffer. Ein wahres Eldorado für alle, die Tipps und Tricks suchen, um noch mehr aus ihrem Tag herauszuholen. Alles gut und schön für jeden, der einen normalen Zugang zu Arbeit hat. Für Workaholics sind solche Tipps allerdings fatal: Das Letzte, was sie brauchen, sind Anregungen, wie sie noch mehr in noch weniger Zeit erledigen können. Vielmehr geht es darum, sinnvolle Prioritäten zu setzen und sich die Zeit realistisch einzuteilen.

Untersuchungen zeigen interessante Details über Arbeitssüchtige: Sie haben nicht mehr Spaß an ihrer Arbeit als andere – sie haben nur weniger Spaß an ihrem Leben. In der Regel haben Workaholics ein schlechtes Zeitmanagement. Weil sie schlecht einschätzen können, wie lange Aktivitäten wirklich dauern, packen sie sich ihren Terminkalender zu voll und überladen sich mit Aufgaben. Geprägt von Pflichtbewusstsein und Leistungsdenken sehen sie keinen anderen Ausweg, als diesen selbst aufgeschaufelten Arbeitsberg Schritt für Schritt abzutragen – auch wenn Gesundheit, Beziehungen und letzten Endes ihre Karriere massiv darunter leiden.

Sie erkennen sich in dieser Beschreibung wieder? Diese Tipps können Ihnen dabei helfen, einen Gang zurückzuschalten.

Schritt 1: Stellen Sie sich der Realität

Der Tag hat nur 24 Stunden. Hören Sie damit auf, sich einzureden, Sie könnten Ihr Pensum problemlos erledigen, wenn Sie nur auf alles andere im Leben verzichten. Die Wahrheit ist: Sie können nicht rund um die Uhr produktiv sein – und Sie müssen auch nicht. Anstatt Ihre tägliche Arbeitszeit auszudehnen, sollten Sie eine grundsätzliche Analyse vornehmen, wofür Sie Ihre Zeit nutzen.

Schritt 2: Planen Sie Zeit für Ihre Beziehungen ein

Auch wenn es Ihnen komisch vorkommt, Ihre Beziehungen aufgrund Ihres Arbeitsverhalten gerade sehr konfliktbeladen sind oder Sie ein schlechtes Gewissen haben, weil Sie Freunde und Familie vernachlässigt haben: Planen Sie täglich Zeit mit Ihren Liebsten ein. Mindestens 20 Minuten täglich sollten es sein – so viel Zeit brauchen wir mindestens, um unsere sozialen Beziehungen aufrecht zu erhalten. Ein fixer Eintrag im Kalender wird Sie dabei unterstützen, diese Zeiten auch tatsächlich einzuhalten.

Schritt 3: Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch!

Auch wenn Arbeitssucht keine substanzgebundene Sucht ist wie zum Beispiel Alkohol- oder Drogensucht, so zählt Sie doch zu den anerkannten Suchtkrankheiten. Spezielle Beratungsstellen können Ihnen weiterhelfen und Kontakte zu kompetenten Therapeuten vermitteln.

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie ein Workaholic sind? Testen Sie sich selbst mit der Bergen Work Addiction Scale.

 

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