Ja zum Home Office – So überzeugen Sie Kollegen und Vorgesetzte!

by Bernd on 20. Mai 2013 · 1 comment

Ja zum Home Office - So überzeugen Sie Kollegen und Vorgesetzte!

Sie sind bereit fürs Home Office – so weit, so gut. Jetzt gilt es nur noch, Kollegen und Vorgesetzte von Ihrem Vorhaben zu überzeugen. Wie Sie das schaffen und wie Sie Ihre Entscheidung später garantiert nicht bereuen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus

Fragen Sie Ihren Chef niemals direkt, ob Sie von zu Hause aus arbeiten können. Ausnahme: Home Office Arbeitsplätze sind in Ihrem Unternehmen die Regel. Ist das nicht der Fall, sollten Sie Fingerspitzengefühl beweisen. Sobald Manager das Wort Home Office hören, läuten bei ihnen üblicherweise die Alarmglocken: Kontrollverlust! Vielen Vorgesetzten ist der Gedanke unangenehm, ihre Mitarbeiter “von der Leine zu lassen”: Sie haben Angst vor Kommunikationsproblemen, Ineffizienz und Chaos. Konzentrieren Sie sich also nicht nur darauf, Ihren Vorgesetzten von den Vorteilen des Home Office zu überzeugen, sondern nutzen Sie auch jede Chance, Ihre Vorzüge als Mitarbeiter zu beweisen.

Prüfen Sie genau: Ist Ihr Wunsch realistisch?

Lässt Ihre Arbeit sich wirklich aus dem Home Office erledigen und kann die Qualität Ihrer Arbeit auch gemessen werden, wenn Sie nicht im Büro sind? Diese Frage ist von entscheidender Bedeutung! Für Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige ist das oft die Regel, da ihre Anstrengungen sich direkt in ihren Einkünften widerspiegeln. Bei Angestellten sieht die Sache manchmal anders aus. Wenn Sie zum Beispiel im Support arbeiten, können Sie diese Aufgabe sicher auch von zu Hause aus erledigen. Der Kunde erhält das gleiche Maß an Service, egal, wo der Mitarbeiter stationiert ist. Werfen Sie einen Blick auf Ihre tägliche Routine, die Unternehmensziele und die Zielvorgaben für Ihren Job: Wird Ihr Chef glauben, dass Sie Ihre Aufgaben auch außerhalb des Büros erfüllen können?

Packen Sie die Samthandschuhe aus

Nachdem Sie Ihrem Chef von den Vorzügen des Home Office vorgeschwärmt haben, schlagen Sie ihm bitte nicht im Anschluss vor, Vollzeit von zu Hause aus zu arbeiten. Erstens wissen Sie selbst noch nicht, wie gut Ihnen die Arbeit aus dem Home Office wirklich gefällt, und zweitens ist es sehr schwierig, sich an eine so einschneidende Veränderung rasch zu gewöhnen. Fragen Sie Ihren Chef lieber, ob Sie gelegentlich von zu Hause aus arbeiten können, zum Beispiel, wenn das Wetter zu schlecht ist, um vernünftig zu pendeln, oder wenn Ihre Kinder krank sind. Beweisen Sie bei diesen Gelegenheiten Ihre Zuverlässigkeit und Ihre Motivation. Wenn Sie auch aus dem Home Office gute Ergebnisse liefern, beweisen Sie Ihrem Chef, dass Sie selbstständig arbeiten können und er sich keine Sorgen machen muss. Ist der Tag gekommen, an dem Sie Ihren Vorgesetzten um mehr Home Office Zeit bitten wollen, seien Sie bereit, zu verhandeln. Wenn Sie zu stur an Ihren eigenen Vorstellungen festhalten, können Sie Ihren Traum vom Home Office vermutlich nicht verwirklichen.

Von der Erkältung zum Home Office

Manchmal sind wir nicht krank genug, um zu Hause zu bleiben, aber auch nicht wirklich gesund genug für einen Acht-Stunden-Tag im Büro. Die Lösung: Bitten Sie Ihren Chef, an solchen Tagen aus dem Home Office arbeiten zu dürfen. Nutzen Sie die Zeit, die Sie normalerweise für das Pendeln brauchen, zu Ihrem Vorteil, indem Sie zum Beispiel augeschobene E-Mails beantworten oder Ihren Tagesplan für den nächsten Tag erstellen. Seien Sie für Kollegen und Ihren Vorgesetzten erreichbar und verabschieden Sie sich am Ende Ihres Arbeitstags so, wie Sie das auch tun würden, wenn Sie im Büro sind. Dieser Akt der Höflichkeit gibt Ihrem Chef die Chance, Sie nach Ihrem Arbeitsfortschritt zu fragen.

Achtung: Wenn Sie wirklich krank sind, lassen Sie sich krank schreiben! Wenn Sie zu fertig sind, um zu arbeiten, aber sich trotzdem ins Home Office quälen, hinterlassen Sie nur einen schlechten Eindruck: Ihr Chef wird Sie höchstwahrscheinlich für unproduktiv halten.

Networking und Home Office: Passt das zusammen?

Ja. Allerdings sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass gutes Networking auch gelegentlichen Face-to-Face-Kontakt beinhaltet. Vergraben Sie sich also nicht im Home Office, sondern nutzen Sie aktiv Gelegenheiten zum Networking. Besuchen Sie hin und wider die Kollegen und Ihren Vorgesetzten im Büro. Am besten ist es, wenn Ihre Arbeitswoche zumindest einen fixen Bürotag beinhaltet. So gehen Sie sicher, dass Sie die Einladung zum Business Lunch mit dem Vorstand nicht verpassen und bei Beförderungen nicht außen vor bleiben. Selektive Anwesenheit sorgt dafür, dass Sie gleichermaßen von der produktiven Atmosphäre des Home Office und den Networking-Chancen im Büro profitieren.

Sharlyn Lauby, Autorin von HR Bartender, betont, wie wichtig es für den Joberfolg ist, den Vorgesetzten richtig einzuschätzen. Wenn Sie Ihren Chef nicht gut kennen, stellen Sie ihm Fragen: Wie oft sollen Sie ihn aus dem Home Office kontaktieren und wann? Jeder von uns hat andere Vorstellungen. Sie sollten wissen, in welchen Fällen Sie Ihren Chef am besten telefonisch kontaktieren, und wann Sie lieber auf eine E-Mail zurückgreifen. Finden Sie heraus, wie Ihr Chef tickt, und Sie können auch im Home Office Karriere machen!

Haben Sie Ihren Vorgesetzten erfolgreich vom Home Office überzeugt? Oder waren Sie zu stürmisch und haben ein “Nein” kassiert? Teilen Sie Ihre Erfahrungen!

 

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1 Hal September 27, 2013 um 10:48

Ach das wäre nichts für mich – da würde ich mich nur gehen lassen. Irgendwie brauche ich das Büro schon nur deshalb, weil es mich daran erinnert, dass ich ja arbeiten muss :D Für Menschen, die gern von zu Hause aus arbeiten würden ist dein Post aber bestimmt super interessant (nicht, dass er es für mich nicht war).

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