Endlich flexibel arbeiten! – Teil 2

by Bernd on 8. April 2013 · 0 comments

Flexible Arbeitszeit

In Teil 1 haben wir Ihnen schon einige flexible Arbeitszeitmodelle vorgestellt. Es gibt aber noch viele weitere interessante und bewährte Lösungen für die Arbeitszeitgestaltung.

Abrufarbeit

Der Arbeitnehmer arbeitet nur für den Betrieb, wenn nötig. Die Zeit, in der für den Arbeitnehmer keine Arbeit anfällt, ist er nicht im Betrieb anwesend. Der Arbeitgeber garantiert dem Arbeitnehmer ein vertraglich vereinbartes Arbeitszeitkontingent von einer wöchentlichen Arbeitszeit, die er im Durchschnitt zu leisten hat. Dieses flexible Arbeitszeitmodell eignet sich hervorragend, um auf schwankende Auftragslagen zu reagieren. Es hilft Kosten einzusparen (in Zeiten, in denen weniger zu tun ist im Betrieb) und Überkapazitäten zu vermeiden. Ein großer Nachteil für den Arbeitnehmer ist, dass bei diesem flexiblen Arbeitszeitmodell der Arbeitgeber darüber entscheidet, wann der Arbeitnehmer arbeitet und Geld verdienen kann.

Arbeitsplatzteilung

Wie der Name schon sagt, teilt man bei diesem flexiblen Arbeitszeitmodell die Arbeit auf einen oder mehrere Arbeitsplätze auf. Die Voraussetzung ist eine regelmäßige Abstimmung und regelmäßiger Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten. Der Arbeitnehmer profitiert von reduzierten Wochenarbeitszeiten, der Arbeitgeber profitiert von der Effektivität der Arbeitsleistung, die zwei Halbtagskräfte im Vergleich zu einer einzelnen Vollzeitkraft schaffen.

Schichtarbeit

Unter diesem flexiblen Arbeitszeitmodell versteht man die Aufteilung der betrieblichen Arbeitszeit in mehrere Zeitabschnitte, die versetzt beginnen. Durch dieses Arbeitszeitmodell kann die Betriebszeit verlängert werden. Die Schichten werden in Früh-, Spät-, Nacht- und Freischicht eingeteilt. Der Vorteil für das Unternehmen ist, dass sich alle Kapazitäten optimal ausnutzen lassen.

Telearbeit

Die Mitarbeiter arbeiten mit Hilfe technischer Kommunikationsmittel und der benötigten Geräte abseits des Unternehmensstandorts (zum Beispiel in der privaten Wohnung). Es ist eine wohnortnahe Arbeit, die vom Firmenstandort unabhängig ist, an mindestens einem Arbeitstag pro Woche. Die größten Vorteile sind die Verbesserung der Arbeitsqualität, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die hohe Flexibilität.

Umwandlung von Sonderzahlungen in Freizeit

Indem die Mitarbeiter auf ihr Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten, können sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Je nach Umfang der betrieblichen Sonderzahlung kann ein Vollzeitbeschäftigter ein bis zwei Monate Freizeit bei Lohnfortzahlung in Anspruch nehmen.

Amorphe Arbeitszeit (gestaltlos)

Bei diesem Arbeitszeitmodell wird das Arbeitszeitvolumen innerhalb eines bestimmten Zeitraums festgelegt. Der Mitarbeiter kann innerhalb der Arbeitsgesetze, Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge selbst entscheiden, wann er arbeitet. Man setzt beispielsweise 1.000 Stunden pro Jahr fest und der Arbeitnehmer teilt sich diese frei ein.

In Teil 3: Alles zum Thema Vertrauensarbeitszeit!

 

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