Boreout – wenn Langeweile zur Krankheit wird!

by Tom on 11. Februar 2013 · 0 comments

Boreout

Jeder kennt den Begriff Burnout – die Krankheit der Top-Manager und Stars. Vielen Arbeitnehmern geht es genau umgekehrt: Sie haben zu wenig zu tun oder fühlen sich unterfordert – Boreout! Meist erkennt man dieses Syndrom schwer, da die Betroffenen Verhaltensstrategien entwickeln, um beschäftigt zu wirken und nicht mehr Aufgaben annehmen zu müssen.

E-Mails sortieren, Aktenstapel von rechts nach links räumen, ziellos in Dokumenten stöbern – Beschäftigung vorzutäuschen ist auch harte Arbeit. So hart, dass man sich ausgelaugt fühlt. Im schlimmsten Fall kommt es zum Boreout und man fühlt sich unterfordert. Aus Unterforderung entsteht schnell Langeweile und Lustlosigkeit. Warum soll man überhaupt noch arbeiten, wenn man sich nur noch langweilt oder gar nicht mehr weiß, was man noch arbeiten soll? Der Betroffene fühlt sich unglücklich, weil er immer unter dem Gefühl leidet, dass er eigentlich viel mehr arbeiten könnte, aber keine Chance dazu hat. Er leidet darunter, dass er von seinen Mitmenschen keine Anerkennung bekommt und keinen Grund findet, um stolz auf sich zu sein.

Symptome für Boreout:

  • Privates Surfen im Internet: Sobald Kollegen oder der Chef vorbeikommen, verschwindet der Browser selbstverständlich, und rege Beschäftigung wird simuliert.
  • Vortäuschen langer Arbeitszeiten: Man geht so früh wie möglich zum Arbeitsplatz und verlässt ihn so spät wie möglich.
  • Inkonsequentes Arbeitsverhalten: Auch kleine Aufgaben werden auf mehrere Zeiträume verteilt und ständig unterbrochen oder verschoben.
  • Übriggebliebene Arbeit wird mit nach Hause genommen und dort nicht weiter bearbeitet.
  • Bei Kollegen und Vorgesetzten betonen Sie immer wieder, wie ausgelastet und überlastet Sie sind.
  • Sie sind mit Ihrer Arbeitssituation unglücklich und fühlen sich unterfordert und gelangweilt.

Das Problem ist, dass man sich nicht traut, die Unterforderung und Langeweile zuzugeben, aus Angst, dann den Job zu verlieren. Die Betroffenen sind grundsätzlich nicht faul. Sie wollen arbeiten, doch sie bekommen nicht die nötige Auslastung.

Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, um einem Boreout vorzubeugen:

  • Präventive Maßnahmen: Suchen Sie sich eine Arbeit, die Ihnen Freude bereitet und bei der Sie nicht jeden Tag das Gefühl haben, zur Arbeit gehen zu müssen, sondern zu dürfen!
  • Finden Sie eine gesunde Balance: Sie sollten sich weder überfordert (Burnout) noch unterfordert (Boreout) fühlen. Suchen Sie sich daher Aufgaben, denen Sie gewachsen sind und an denen Sie auch noch wachsen können.
  • Privates: Sobald Sie merken, dass Sie immer mehr Zeit für Privates auf der Arbeit haben, sollten Sie sich mehr herausfordernden Aufgaben widmen. Sie sollten auf Ihrer Arbeit vor allem eines tun: ARBEITEN!
  • Identifikation: Überlegen Sie sich, warum Sie ausgerechnet in diesem Unternehmen arbeiten. Fallen Ihnen nur wenig oder keine Argumente ein, haben Sie einen Hinweis darauf, dass Sie wahrscheinlich an einem Boreout leiden.
 

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