Entscheidungsfindung

by Michael on 28. Januar 2013 · 0 comments

Für welchen Bewerber entscheide ich mich? Welchem Projekt gebe ich eine Zusage? Ob im Alltag oder im Privaten, wir sind ständig Entscheidungen ausgesetzt. Es geht meist nicht immer nur um zwei Auswahlmöglichkeiten, und auch den Konsequenzen mancher Entscheidungen sind wir uns nicht bewusst. Wir geben Ihnen ein paar Tipps zur Entscheidungsfindung und wie Sie Entscheidungsstärke entwickeln können.

Während man eine Entscheidung trifft, geht man immer das Risiko ein, dass es zu Fehlentscheidungen kommt. Keine Entscheidung zu fällen hat aber meist größere Folgen als eine Fehlentscheidung. Woher kommt die Angst, sich für eine Sache entscheiden zu müssen? Man fürchtet sich oft davor, dass man nach der getroffenen Entscheidung das Gefühlt hat, die andere Alternative wäre besser gewesen. Stellt sich jedoch nach einer Entscheidung heraus, dass Sie sich doch lieber anders entscheiden würden, bleibt Ihnen nur eine Lösung: Eine neue Entscheidung zu treffen.

Hier ein paar Tipps, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und zu optimieren und dem Risiko von Fehlentscheidungen vorzubeugen:

  • Halten Sie sich vor Augen, welche verschiedenen Alternativen und Rahmenbedingungen es gibt und klären Sie Ihre Ziele ab.
  • Betrachten Sie Ihre Probleme von „außen“ und analysieren Sie sie von verschiedenen Seiten.
  • Treffen Sie nicht zu schnell eine Entscheidung. Schlafen Sie lieber eine Nacht darüber, bevor Sie wichtige Entscheidungen treffen.
  • Trotz des Restrisikos einer falschen Entscheidung sollten Sie sich entscheiden. Sie gelten sonst als handlungsunfähig und geben Macht ab.
  • Hören Sie auch mal auf Ihr Bauchgefühl oder Ihr Unterbewusstsein.
  • Denken Sie über mögliche Folgen, Chancen und Risiken einer Entscheidungsmöglichkeit nach und schreiben Sie diese in eine Pro- und Contra-Liste.
  • Verteilen Sie große Probleme in Einzelteile und gehen Sie strukturiert vor.
  • Reflektieren Sie Entscheidungen. Warum haben Sie sich so entschieden? Haben Sie bereits Erfahrungen mit der Entscheidung?
  • Provozieren Sie Kritik. In einer Runde mit Ihren Mitarbeitern können Sie beispielsweise die Walt-Disney-Methode anwenden. Die Beteiligten nehmen bei dieser Methode entweder die Rolle des visionären Träumers, des pragmatischen Realisten oder des konstruktiven Kritikers ein. Die Entscheidungsprobleme werden somit aus drei Sichtweisen betrachtet und man erkennt besser etwaige Nachteile einer EntscheidungProvozieren Sie Kritik. In einer Runde mit Ihren Mitarbeitern können Sie beispielsweise die Walt-Disney-Methode anwenden. Die Beteiligten nehmen bei dieser Methode entweder die Rolle des visionären Träumers, des pragmatischen Realisten oder des konstruktiven Kritikers ein. Die Entscheidungsprobleme werden somit aus drei Sichtweisen betrachtet und man erkennt besser etwaige Nachteile einer Entscheidung.

Zwei weitere Methoden zur Entscheidungsfindung:

CAF – Consider all Facts nach E. de Bono
Diese Methode dient der gründlichen Vorbereitung von Entscheidungen. Zuerst müssen Sie eine Frage definieren, zu der Sie die Entscheidung treffen müssen. Listen Sie alle Faktoren auf, die die Entscheidung beeinflussen könnten. Setzen Sie anhand der notierten Punkte Prioritäten. Die wichtigsten gehören nach oben und die weniger wichtigen nach unten. Prüfen Sie nun anhand der Liste die Entscheidungs-Alternativen.

7plusminus2 nach G.A. Miller
Mithilfe dieser Methode wird die Komplexität des Problems reduziert, was die Entscheidung überhaupt erst möglich macht. G.A. Miller sagt, dass die Grenze der menschlichen Denkfähigkeit bei 7 Informationen gleichzeitig (plusminus2) liegt. Mehr als 7 Informationen bewirken ein Gefühl von Chaos und das menschliche Gehirn kann die Informationen nicht mehr angemessen bewerten und verarbeiten.

Vorgehensweise:

  • Frage definieren zu der die Entscheidung getroffen werden soll
  • Aspekte auflisten, die die Entscheidung beeinflussen könnten
  • Alle Einzelfaktoren zu Siebenergruppen (plusminus2) zusammenfassen
  • Jedes Modul einzeln betrachten und bewerten

Diese Herangehensweise führt zu mehr Übersichtlichkeit. Einzelne Aspekte werden solange reduziert werden, bis eine Entscheidung anhand der letzten Siebenerliste (plusminus2) getroffen werden kann.

Die größte Fehlentscheidung ist, keine Entscheidung zu treffen. Haben Sie Mut und trauen Sie sich auch mal, eine Fehlentscheidung zu riskieren. Aus Fehlern kann man nur lernen!

 

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