Change Management

by Tom on 21. Januar 2013 · 0 comments

Change Management

Der Alltag eines Unternehmens besteht aus ständigen Veränderungen. Seien es Veränderungen von Arbeitsbedingungen, Vorgesetzten, Arbeitsprozessen etc. Viele Veränderungen können zu Unsicherheit und Ängsten im Team führen. Mitarbeiter fühlen sich unverstanden und zeigen Widerstand. Wichtig für Führungskräfte ist bei Change Management, dass Sie mit ihren Mitarbeitern kommunizieren.

Den Change Management Prozess kann man laut Sozialwissenschaftler Lewin in drei verschiedene Phasen unterteilen:

  • Auftauen (Unfreezing): In der ersten Phase bricht man Traditionen und alte Verhaltensweisen. Die Widerstände von Mitarbeitern müssen dabei abgebaut und positive Veränderungskräfte müssen verstärkt werden. Man bereitet die Veränderung vor
  • Verändern (Moving): In der zweiten Phase bewegt man die Organisation auf das Veränderungsziel zu. Gemeinsam muss man neue Verhaltensweisen erproben und neue Strukturen bilden
  • Einfrieren (Refreezing): In der dritten Phase stabilisiert man die neuen Verhaltensweisen und Strukturen, damit man nicht wieder in die alten Verhaltensmuster zurückfällt

Während aller drei Phasen sollte folgender Zyklus durchlaufen werden: Handeln, Beobachten und Reflektieren.

  • Handeln: Eine Voraussetzung für das Handeln ist es, ein Ziel zu definieren. Nach den formulierten Teilzielen bzw. Aufgaben richtet sich dann das konkrete Handeln
  • Beobachten: Um das Handeln zu verbessern, muss man beobachten, um die Unterschiede zwischen Soll und Ist deutlich zu machen
  • Reflektieren: Die Beobachtungen müssen überprüft werden. Erst wenn eine Person ihre eigene Beobachtung mit der Beobachtung einer anderen Person abgleicht, kann man den Wahrheitsgehalt der eigenen Beobachtung überprüfen. Die Gefahr besteht allerdings, dass eine Übereinstimmung fehlinterpretiert wird. Weiterhin bestätigt eine Übereinstimmung von zwei Beobachtungen noch nicht, dass das beobachtete Handeln sinnvoll war. Man muss die Übereinstimmung bezüglich der Zielerreichung prüfen. Stellen Sie sich die Frage, ob es eine Annäherung an das definierte Ziel gibt, eine Abweichung davon oder keine relevanten Auswirkungen.

Change Management fällt in den Aufgabenbereich von Führungskräften. Fällt der Veränderungsprozess groß aus, werden gerne auch interne oder externe Berater hinzugezogen. Hier ein paar Tipps, was sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter bei Change Management Prozessen beachten sollten:

  • Beobachten Sie genau wohin sich Ihr Unternehmen auf dem aktuellen Markt entwickelt
  • Sehen Sie Veränderungen als positiv an
  • Weisen Sie als Mitarbeiter Ihren Vorgesetzten auf mögliche Veränderungen hin
  • Nehmen Sie als Vorgesetzter die Widerstände und Ängste Ihrer Mitarbeiter ernst und informieren Sie sie über bevorstehende Veränderungen
  • Das wichtigste Instrument beim Change Management Prozess ist die Kommunikation (Präsentation, Moderation, Feedback, Coaching und Konfliktmanagement)

Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ und steht Veränderungen in der Regel skeptisch gegenüber. Veränderungen sind meist mit Unsicherheit über die Zukunft verbunden und können als Gefahren und Risiken wahrgenommen werden. Ein kleiner Tipp: Verändern Sie nicht gleich alles, was alt ist. Klammern Sie sich jedoch auch nicht an Gewohnheiten. Es ist ausreichend, wenn Sie regelmäßig hinterfragen, wie Sie gewohnte Arbeitsabläufe so verändern können, dass sie besser und schneller ihren Zweck erreichen.

 

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