Outsourcing

by Bernd on 14. Januar 2013 · 0 comments

Outsourcing

„Selber machen oder machen lassen?“, das ist hier die Frage. Outsourcing ist ein beliebtes Thema, nicht nur für große Unternehmen, sonder auch für KMU’s. Es geht dabei aber nicht nur um die Betriebswirtschaft, sondern auch um arbeitsrechtliche Aspekte.

Was ist Outsourcing?

Bisher erbrachte Leistungen im Unternehmen werden bei einem externen Dienstleister in Auftrag gegeben. Es werden jedoch nur Sekundärfunktionen ausgelagert, die zum Verrichten der Haupttätigkeiten benötigt werden. Eine häufige Form des Outsourcings ist die Auslagerung der IT-Abteilung. Auch Kleinunternehmen nutzen Outsourcing, beispielsweise werden Lohnabrechnungen von anderen Unternehmen durchgeführt.

Durch Outsourcing kann sich das Unternehmen auf sein Hauptgeschäft konzentrieren und spart dabei Kosten ein. Die Aufgaben werden von spezialisierten externen Unternehmen aufgrund des Know-Hows und modernster Technologie effizient und qualitativ hochwertig erfüllt. Ein Nachteil ist jedoch die Abhängigkeit zum Dienstleister. Kommt es beim externen Unternehmen zu qualitativen oder wirtschaftlichen Schwierigkeiten, kann das zu schweren Folgekosten für das eigene Unternehmen führen.

Arbeitsrechtliche Aspekte

Durch die Abgabe der Aufgabe an Drittunternehmen, sowohl im In- als auch im Ausland, werden meist ganze Abteilungen nicht mehr benötigt bzw. die Mitarbeiter, die diese Leistung zuvor erbracht haben, müssen im Rahmen eines Outsourcing-Vertrags ins andere Unternehmen übergehen.

Verhaltenstipps für Unternehmen

  • Bevor man Unternehmensteile ganz ausgliedert, sollte man sie innerhalb der Firma organisatorisch zusammenfassen
  • Der Betriebsrat muss davon in Kenntnis gesetzt werden, man muss ihn jedoch nicht um Zustimmung fragen, da es sich beim Outsourcing um eine unternehmerische Entscheidung handelt
  • Legen Sie in ihrem Outsourcing-Vertrag genau fest, welche Tätigkeiten das externe Unternehmen übernehmen soll. Darüber hinaus sollte geklärt sein, welche Daten an den Dienstleister übertragen werden und welche Mitarbeiter eventuell den Standort wechseln
  • Die Mitarbeiter müssen über Zeitpunkt, Grund und Folgen der Umstrukturierung rechtzeitig schriftlich informiert werden
  • Widerspruch der Mitarbeiter kann in Schriftform innerhalb eines Monats nach Erhalt der Mitteilung erfolgen
  • Legt ein Mitarbeiter Widerspruch ein, besteht das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Arbeitgeber weiter. In diesem Fall ist eine betriebsbedingte Kündigung möglich, da der Arbeitsplatz durch einen Betriebsübergang wegfällt
  • Der neue Arbeitgeber übernimmt alle Rechte und Pflichten aus dem alten Arbeitsverhältnis
 

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