Motivation mal anders: Extras durch Urlaubsgeld und Sonderzahlungen

by Katharina on 20. August 2012 · 1 comment

Urlaubsgeld am Arbeitsplatz

Gestresst, ausgelaugt, antriebslos. Nur zu gut, dass der geplante Urlaub in sichtbare Nähe gerückt ist! Nicht nur die wohlverdiente Auszeit spornt dann an. Der Arbeitgeber kann ein zusätzliches Schmankerl zur Urlaubszeit bieten: Urlaubsgeld! Sonderzahlungen erhält nahezu jeder zweite Deutsche. Und das nicht ohne Grund: Extra-Zahlungen fördern die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Doch über Taschengeld zur Urlaubszeit kann sich nicht jeder freuen. Wir bringen Licht ins Dunkel der arbeitsrechtlichen Vorschriften zum Thema Sonderzahlungen:

Urlaubsgeld? Vertrag sei dank!

Auf Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld gibt es in Deutschland und Österreich offiziell keinen gesetzlichen Anspruch. Die gute Nachricht: Unternehmensintern kann trotzdem Anspruch auf eine Finanzspritze entstehen! Das ist möglich durch:

  • den Arbeitsvertrag, Tarifvertrag/Kollektivvertrag oder die Betriebsvereinbarung
  • den Gleichbehandlungsgrundsatz: Wird mehreren Mitarbeitern Urlaubsgeld gezahlt, können andere auch darauf bestehen.
  • die „betriebliche Übung“: Wird 3 Jahre freiwillig Urlaubsgeld gezahlt, kann daraus eine Verpflichtung entstehen.

Ein Glück also, dass es Verträge gibt! Ob wir Urlaubsgeld bekommen, um uns die Zeit im Urlaubsparadies zu versüßen, liegt ganz in der Hand des Arbeitgebers. Sonderzahlungen können genauso gut ausgeschlossen werden. In der Regel gönnen aber viele Unternehmen ihren Mitarbeitern extra Urlaubsgeld – trotz Freiwilligkeit. In Deutschland klingelt für fast die Hälfte aller Beschäftigten die Urlaubskasse. In der österreichischen Arbeitswelt ist das Urlaubsgeld in Kollektivverträgen zum festen Bestandteil geworden.

„Money, Money,Money….“

Besteht Anspruch auf Urlaubsgeld, kann die Höhe der Auszahlung stark variieren. Das ist ganz von Branche, Betriebsgröße und -region, Berufserfahrung und Gehalt abhängig. Spitzenreiter in Sachen Urlaubsgeld sind die Holz- und Kunststoffindustrie, Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten sowie Personen mit langjähriger Berufserfahrung. Wem wie viel Urlaubsgeld zusteht, ist im Arbeits- Tarif- oder Kollektivvertrag genau festgelegt.

Motivation im Arbeitsalltag

Neben dem Urlaubsgeld kann auch das Weihnachtsgeld als Sonderzahlung die Motivation am Arbeitsplatz ankurbeln. Das 13. und 14. Gehalt dient dazu, „urlaubsbedingte Zusatzaufwendungen“ finanzieren zu können. Logische Konsequenz: Ein erholsamer Urlaub für den Mitarbeiter und das Kaufen von Weihnachtsgeschenken sind sozusagen vom Arbeitgeber ausdrücklich gewünscht! Denn langfristig gesehen profitieren Unternehmen von erholten, zufriedenen und motivierten Mitarbeitern.

Motivation geht auch anders

Bei Ihnen gibt es weder Urlaubsgeld noch Weihnachtsgeld? Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! Um der Motivation auf die Sprünge zu helfen, müssen uns nicht unbedingt blinkende Dollarzeichen vor Augen schweben. Hin und wieder sollte man eigene kleine Motivationstricks in petto haben. Urlaubsgeld ist keine Selbstverständlichkeit: Wer diese Einstellung vertritt, freut sich künftig mehr über Extra-Urlaubsgeld.

 

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1 Katja Juli 15, 2014 um 09:49

Aus meiner Sicht ist Urlaubsgeld defintiv eine Motivation, was die Mitarbeiter sicherlich auch zu schätzen wissen. Klar, gibt es auch andere Möglichkeiten, nur leider ist es in unserer Gesellschaft mittlerweile doch anderes, denn nur mit Geld kann man sich Dinge leisten.

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