My Home is My Office – Willkommen im Büro der Zukunft

by Katharina on 1. Februar 2012 · 3 comments

Arbeiten aus dem Home Office wird immer mehr zur Norm

Das Großraumbüro hat ausgedient: Arbeiten von zu Hause aus wird immer beliebter. Längst haben viele Unternehmen erkannt, dass die Anwesenheit der Mitarbeiter überhaupt keine Notwendigkeit für die Zusammenarbeit mehr ist. Viele Aufgaben lassen sich dank Smartphones und Internet von jedem Ort der Welt aus erledigen.

Der neue Trend ist keine große Überraschung für jemanden, der wie ich regelmäßig von zu Hause aus arbeitet. Jeden Freitag bleibt mein Fahrrad morgens stehen, das Wohnzimmer verwandelt sich in ein Büro und auf dem Laptop entstehen neue Ideen, Entwürfe und Texte. Die Kommunikation mit den Kollegen läuft via Skype und E-Mail. Was daran neu ist? Nichts. Außer, dass die Menschen, die so leben und arbeiten, immer mehr werden. Und dass man heute nicht mehr Blogger, Garagengründer oder Teleworking-Mum sein muss, um sein Büro zu Hause aufzuschlagen.

Online Collaboration Tools und Technologien wie Voice over IP sorgen dafür, dass die Home Office Kultur aufblüht. Eine aktuelle Studie von Skype, für die 1.000 ExpertInnen und rund 500 Unternehmen befragt wurden, zeigt, dass örtliche Flexibilität für immer mehr Arbeitnehmer zur Norm wird.

Unternehmen, die Home Office Jobs anbieten

Mehr als 62 % der befragten Unternehmen ermöglichen ihren Angestellten bereits das Arbeiten im Home Office. In diesen Unternehmen arbeiten 34 % der Angestellten gelegentlich, d.h. in einem Ausmaß von ca. 40 % ihrer Arbeitszeit, von zu Hause aus.

Heißt das jetzt: “Raus aus den Business-Klamotten, rein in den Pyjama?” Lieber nicht. Denn: Mit der Kleidung kommt die Arbeitsmoral. Deshalb auf jeden Fall ordentlich anziehen, auch wenn der Dress Code fürs Home Office nicht unbedingt nach einem Managerlätzchen verlangt. Korrekte Kleidung sorgt für die nötige Disziplin, um erfolgreich in den Arbeitstag zu starten. An dieser Stelle noch ein weiterer Rat für frischgebackene Heimarbeiter: Um nicht unnötig abgelenkt zu werden, empfiehlt es sich, Wohnen und Arbeiten räumlich zu trennen. Das bedeutet nicht unbedingt ein eigenes Arbeitszimmer – manchmal genügt es schon, eine Arbeitsecke einzurichten, um im Hirn den Schalter umzulegen: “Jetzt ist es Zeit, zu arbeiten!” So wird die Arbeit aus dem Home Office zum Motivationsbooster für den Job – bei den Faktoren für die Jobzufriedenheit liegt örtliche Flexibilität immerhin auf Platz drei:

Zufriedenheitsfaktoren für die Arbeit in Unternehmen, die Home Office Jobs anbieten

Skype nennt den Trend zum Home Office “The Living Workplace”. Bis er in Europa ankommt, könnte noch etwas Zeit vergehen: Laut einer repräsentativen Studie der Bitkom wünschen sich 62 % aller deutschen Erwerbstätigen, gelegentlich im Home Office zu arbeiten. Nur 10 % tun dies bereits.

Damit die Arbeit von zu Hause aus auch gelingt und das Vertrauen zwischen Unternehmen und Angestellten nicht gestört wird, gibt es nützliche Tools zur Zeiterfassung und fürs Aufgabenmanagement wie TimeTac. Damit gibt’s kein schlechtes Gewissen mehr, wenn die Familie für eine ungeplante Pause sorgt, alle Zeiten werden korrekt erfasst und die Kommunikation mit den Kollegen läuft über die virtuelle Kaffeekantine fast so, als säße man wirklich nebeneinander.

Übrigens: Das Arbeiten von zu Hause aus ist nicht neu. Vor der Industrialisierung war die Einheit von Wohn- und Arbeitsort der Normalfall. In manchen Orten lebt auch heute noch der Bäcker im Oberstock und verkauft im Erdgeschoss warme Semmeln. Die Chancen stehen gut, dass neben ihm bald ein Büroangestellter einzieht, der an manchen Tagen das Auto einfach stehenlässt.

Die gesamte Skype-Studie können Sie hier nachlesen.

 

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1 Ivan Blatter Februar 1, 2012 um 10:57

Ich lebe auch im Büro. Oder: Ich arbeite auch von zu Hause aus. Ist natürlich fantastisch für einen Selbstständigen wie mich.

Als Angestellter würde ich mir das gut überlegen, da es auch ein paar Nachteile haben kann. Besonders die Abgrenzung Arbeit/Freizeit ist nicht ganz einfach. Es sollte nicht so enden, dass man unbezahlte Überstunden macht. Es braucht also eine sehr gut Absprache mit dem Arbeitgeber.

Wenn man das aber machen will und der Arbeitgeber einverstanden ist, eröffnen sich hier neue Möglichkeiten und Chancen.

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2 Katharina Februar 17, 2012 um 10:24

@ Ivan: Kann ich absolut unterschreiben – mit einer kleinen Änderung: “Ist natürlich fantastisch für eine Selbstständige wie mich.”

Dass es Spaß macht und gut funktioniert, hat zwei einfache Gründe: Klare Vereinbarungen und Vertrauen. Ohne geht’s nicht – weder bei einem klassischen Arbeitsmodell noch bei flexiblen Lösungen. Bei zweiteren fallen sie allerdings wesentlich massiver ins Gewicht – und sollten sie fehlen, ist das von Anfang an deutlich spürbar.

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