Nicht senden! – 8 gute Gründe gegen E-Mails

by Katharina on 28. September 2011 · 2 comments

8 Gute Gründe, eine E-Mail nicht zu senden

Auf Imgriff gab es kürzlich ein spannendes Duell zwischen E-Mail und Telefon. Klarer Sieger: Die E-Mail. Acht gute Gründe, warum Sie trotzdem lieber zum Hörer greifen sollten, gibt es hier:

1. Die E-Mail hat mehr als 5 Zeilen

Endloses Geschwafel interessiert niemanden – und wird deshalb auch meist nicht gelesen. Bringen Sie Ihr Anliegen auf den Punkt – in maximal 5 Zeilen! Wenn Sie das nicht schaffen, ist das ein klarer Hinweis, dass das Thema zu komplex oder umfangreich für eine E-Mail ist.

2. Die E-Mail enthält Kritik

Kritik auf dem elektronischen Postweg wird mit 99 %-iger Chance missverstanden. Solange Sie nicht Mr. Supersensibel und ein Meister des Formulierens sind, lassen Sie’s. Und für den Fall, dass Sie’s wären: Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Empfänger Sie richtig versteht. Die einzige Lösung: Nicht senden! Rufen Sie lieber an oder suchen Sie das persönliche Gespräch.

3. Der Inhalt Ihrer E-Mail ist extrem dringend

Rufen Sie an. Nicht jeder checkt seine E-Mails regelmäßig, und Ihr Gesprächspartner teilt auch nicht zwingend Ihre Prioritäten. Im Klartext: Keiner sitzt rum und wartet auf Ihre E-Mail! Wenn Sie schnelle Antworten brauchen, greifen Sie zum Telefon.

4. Der Inhalt Ihrer E-Mail ist extrem persönlich

Dann sagen Sie’s persönlich. Herzlich sein über E-Mail ist eine Königsdisziplin. Im Idealfall vereinbaren Sie deshalb ein Treffen. Natürlich ist Beziehungspflege via E-Mail auch okay – aber ein persönlich vorgebrachtes Kompliment oder ein Danke wird viel besser in Erinnerung bleiben als eine E-Mail.

5. Die E-Mail ist Spam

Ist der Inhalt Ihrer E-Mail überhaupt relevant? Oder suchen Sie gerade bloß ein Ventil für Ihren Kommunikationsdrang? Sprechdurchfall via E-Mail ist ein böses Übel – sollten Sie sich selbst verdächtigen, klicken Sie bitte nicht auf “Senden”.
Addressed to Too Many People – Your email should sent to the minimum number of people. Copying the whole world is a tactic of many workplace slackers. And by the way, you do not need to hit “reply all” to say thank you to one person. Just saying.

6. Die E-Mail geht an mehr Personen, als Sie Facebook-Freunde haben

Nicht jeder muss (bzw. will) alles wissen. Wenn Ihre E-Mail unzählige Empfänger hat, ist das ein guter Grund zum Misstrauen. Fragen Sie sich bitte vorher, ob einige davon nicht im CC Platz haben – und ob die Information, die Sie verschicken wollen, wirklich für alle relevant ist.

7. Sie spielen E-Mail Ping-Pong

Eine Frage hier, eine Rückfrage da – und aus einer E-Mail entwickeln sich plötzlich 100. Manche Gespräche lassen sich besser über’s Telefon oder persönlich führen. Wenn Sie’s nach zwei E-Mails nicht geschafft haben, ein Anliegen zu klären, tun Sie sich selbst einen Gefallen: Schnappen Sie den Hörer!

8. Sie könnten Ihre E-Mail bereuen

E-Mails sind nicht in Stein gemeißelt und gehen uns dementsprechend leicht von der Hand. Aber lassen Sie sich nicht täuchen: Was auch immer Sie in einer E-Mail schreiben, ist für immer. E-Mails mit prekärem Inhalt können und werden Sie einholen. Überlegen Sie deshalb gut, was und wie Sie es schreiben – ansonsten geht es Ihnen vielleicht wie Manchester City Geschäftsführer Garry Cook

Natürlich sind E-Mails ein wertvolles Werkzeug, dass aus der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken ist. Ein Zuviel hält uns aber nur von der eigentlichen Arbeit ab. Deshalb sollte man E-Mails mit Bedacht einsetzen – ansonsten werden sie zum absoluten Produktivitätskiller. In diesem Sinne: Nicht senden.

 

Trackback URL: http://www.beyond-9to5.de/1924/nicht-senden-8-gruende-gegen-e-mails/trackback/

1 Karsten September 28, 2011 um 15:44

Punkt 8 finde ich besonders wichtig, darum bloß keine Mails schreiben, wenn man gerade verärgert ist. Ansonsten war ich früher auch eher der Mail-Jünger und inzwischen schwenke ich auch wieder mehr aufs Telefon um…ist einfach auch netter und persönlicher.

Antworten

2 Gerald Wiesner Oktober 14, 2011 um 23:59

Ich finde die Tipps klasse! Meistens verhalte ich mich auch so, wie in den Regeln beschrieben. Wenn ich am anderen Ende des Telefons jedoch niemanden erreiche, nutze ich ehrlich gesagt dann oft doch die E-Mail.

Antworten

Leave a Comment