Zeit im Glück: Raus aus dem Stau und rein ins Leben!

by Bernd on 13. September 2011 · 3 comments

Schöner leben - Zeit gut nutzen

Haben Sie auch nur die geringste Ahnung davon, wie Sie Ihr Leben verbringen? Nein? Gut. Das könnte nämlich zu einem bitteren Erwachen führen. Wenn Sie mutig sind, können Sie aber selbstverständlich gerne weiterlesen…

Harte Fakten zur Zeit

Der durchschnittliche Deutsche verbringt sein Leben laut einer Studie von „Geo Wissen“ fünf Jahre lang mit Essen. Die Hälfte der Zeit davon geht dafür drauf, Brote zu schmieren. Ein halbes Jahr ist er damit beschäftigt, am „Thron“ (aka Toilette) zu sitzen, und nur zwei Wochen frönt er dem Vergnügen, jemanden zu küssen. 17 Tage verwendet der Durchschnittsdeutsche darauf zu sammeln, zu jagen oder zu fischen – Sie sehen, evolutionstechnisch hat es Ottonormalverbraucher schon weit gebracht!

Erschreckend ist, dass wir es trotz allem nicht geschafft haben, den negativen Kleinigkeiten des Alltags Herr zu werden. Der Durchschnittsbürger steht etwa sechs Monate der zwei Jahre, die er im Auto verbringt, im Stau – und das meist auf dem Weg zur Arbeit. Lassen Sie sich von dieser Tatsache jedoch bitte nicht beunruhigen – Sie könnten ein oder zwei Jahre der 24 verlieren, die Sie schlafen.

Zeit ist kostbar – nutzen Sie die Gegenwart ganz bewusst!

Natürlich könnten Sie diesem Hamsterrad bewusst den Rücken kehren und sich aus der Gesellschaft ausklinken, dem süßen Nichtstun frönen und zum Totalverweigerer werden – jedenfalls, bis ihr Konto und ihre Nerven erschöpft sind. Spätestens dann müssten Sie Ihr Auto sowieso verkaufen und die Diskussion über die zwei Jahre verlorene Lebenszeit im Kraftfahrzeug wäre hinfällig. Allerdings macht Nichtstun auch nicht glücklich.

Die Lösung: Carpe diem. Unsere Gedanken kreisen oft um die Zukunft oder um die Vergangenheit, nur selten nehmen wir uns Zeit für den Moment. Gönnen Sie sich das Hier und Jetzt. Genießen Sie ganz bewusst den Moment. Steigen Sie zum Beispiel vom Auto auf den Zug um und nutzen Sie die Zeit, die Sie dadurch gewinnen, für sich selbst. Oder verlegen Sie einen Teil Ihrer Arbeitszeit ins Home Office: Moderne Unternehmen erlauben Ihren Angestellten, sich Ihren Arbeitsplatz und ihre Arbeitszeit selbst auszusuchen. Höhere Lebensqualität, ein geringer, wenn überhaupt vorhandener Pendlerweg, Ersparnisse und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nur einige der Vorteile für Arbeitnehmer.

Der Campingbus von Bernd: Taugt auch als mobiles Büro

Arbeit ist, wo du bist: Gönnen Sie sich eine Auszeit von alten Gewohnheiten und Denkmustern. Wenn Sie schon mit dem Auto pendeln: Warum nicht auch einmal an einen ganz besonderen Ort?


Nicht nur Umwelt und Angestellte, sondern auch Unternehmen profitieren von einer neuen Sichtweise auf Arbeit. Ein durchschnittlicher Büroarbeitsplatz kostet etwa € 123 000 pro Jahr, Arbeitnehmer im Home Office ersparen der Firma mehr als die Hälfte. Ein weiterer Pluspunkt: Die Zusammenarbeit mit Kollegen ist im mobilen Büro wesentlich ergebnisorientierter. Neben höherer Produktivität und Flexibilität profitieren Unternehmen deshalb ganz nebenbei auch noch von besserer Arbeitsqualität. Glücklichere Angestellte führen zu höheren Umsätzen und weniger Fluktuation.

Bei all diesen Vorteilen stellt sich die Frage: Warum stehen wir alle trotzdem noch viel zu oft im Stau? Die Kommentare sind eröffnet…

 

Trackback URL: http://www.beyond-9to5.de/1844/zeit-glueck-stau-leben/trackback/

1 Karsten September 14, 2011 um 09:49

Pendeln an sich, ob Auto oder Bahn, ist aus meiner Sicht fast schon verlorene Zeit, denn auch in der Bahn ist “arbeiten” selten möglich: zu voll, zu eng, zu neugierige Nachbarn. Dann doch wirklich lieber entspannen, Hörbuch auf den MP3-Player und den Tag so richtig gut starten/ enden lassen :-)

Antworten

2 Thomas September 18, 2011 um 11:25

@Karsten: wenn es sich aber nicht vermeiden lässt, dann wähle ich die Bahn. Natürlich ist das kein Büro-Ersatz und die zu erledigenden Aufgaben müssen entsprechend geplant werden, aber zumindest ich habe dann auch das Gefühl, produktiv gewesen zu sein.

Antworten

3 Karsten September 19, 2011 um 09:15

@Thomas: klar, zur Not geht´s auch in der Bahn :-) Ist bestimmt auch eine Frage, wie man es gewohnt ist. Mir persönlich bringt es einfach mehr, wenn ich in der Zeit ein wenig den Kopf freimache, um danach erholt und in guter Umgebung wieder durchzustarten.

Antworten

Leave a Comment