Tapetenwechsel! Die 10 besten Tipps fürs Arbeiten unterwegs

by Katharina on 8. September 2011 · 4 comments

Arbeiten im mobilen Büro kann so schön sein

Der Herbst naht, sagt der Kalender. Ein Blick auf den Wetterbericht: 28 Grad. Das Herz klopft: “Dieses Büro ist wunderschön, aber ich möchte raus!” Und das Hirn sagt: “Dann mach doch einfach!”

Das Zauberwort ist “Working on the go”. Sie wissen schon: Das Coffee-Shop-Klischee. Übt leider nur so lange Anziehungskraft aus, bis man auf einem winzigen Cafétischchen versucht, Milchkaffee, Arbeitsmappen und Maus in eine harmonische Lebensgemeinschaft zu zwingen. Tollpatschige Personen – ich nenne keine Namen – kommen dann auch schon mal mit einem Wasserschaden nach Hause. Das war’s dann mit dem schicken MacBook Pro.

Damit Ihre Arbeitsausrüstung den Ausflug in die freie Wildbahn schadlos übersteht, hier einige wertvolle Tipps fürs Arbeiten unterwegs.

1. Kabel richtig verstauen

Diese Regel gilt sowohl für die Arbeit als auch für den Transport: Verstauen Sie Ihre Kabel immer möglichst ordentlich und sicher! Achten Sie darauf, dass die Kabel im aufgewickelten Zustand nicht unnötig belastet werden – das gilt besonders für das Stromkabel Ihres Laptops.

Dr. Zeitgeists Tipp!
Profis setzen für das Verstauen von dünnen Kabeln auf wiederverwendbare Kabelbinder (z.B. von dötz, bei Amazon über MeinFoto Berlin ab € 5,90). Tipp für Sparefrohs: Einfach die Verschlussclips von Gefrierbeuteln (kleine, mit Plastik ummantelte Drahtstücke) verwenden. Kostet nichts und funktioniert perfekt.

2. Minimalistisch packen

Sie sind kein Lastesel. Deshalb gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig einpacken.
Überlegen Sie, welche Arbeiten Sie erledigen wollen: Benötigen Sie dafür wirklich hren Laptop, oder reichen ein Tablet bzw. vielleicht sogar ein Smartphone?

Dr. Zeitgeists Tipp!
Sie sind sich nicht sicher, ob Sie unnötiges Zeug mit sich herumschleppen? Schreiben Sie eine Liste aller Dinge in Ihrer Tasche, und haken Sie tagsüber ab, was davon Sie wirklich benutzt haben. Vielleicht entdecken Sie ja, dass Sie manche Dinge für Ihre Arbeit gar nicht brauchen.

3. Vergessen Sie Coffee Shops

… außer, Sie sind ein Wunder an Konzentrationsfähigkeit oder die Aufgabe, die Sie erledigen müssen, erfordert wenig Aufmerksamkeit. Ansonsten gilt: Für anspruchsvolle Arbeiten sollten Sie einen ruhigen Ort wählen, z.B. einen Coworking Space oder eine Bibliothek.

4. Holen Sie das Maximum aus Ihren Akkus

Verlassen Sie sich nicht darauf, Ihren Laptop und Ihr Smartphone überall aufladen zu können. Auch wenn die Chancen gut stehen, dass Sie eine Steckdose vorfinden: Seien Sie immer auf den Ernstfall vorbereitet. Ansonsten stehen Sie vielleicht früher ohne Saft da, als Sie denken.

5. Verwandeln Sie Ihren USB-Stick in ein Notfallkit

Praktisch, wenn Sie Tipp 5 nicht beachtet haben oder Ihr Laptop plötzlich den Geist aufgibt: Packen Sie alle aktuellen Dateien und die wichtigsten Programme für Ihre Arbeit als Portable Apps auf Ihren USB-Stick. Mit diesem Notfallkit können Sie Ihre Aufgaben auch auf einem fremden PC ohne Internet erledigen.

6. Synchronisieren

Die meisten von uns benutzen mehrere Arbeitsgeräte. Gestalten Sie den Wechsel von einem zum anderen möglichst reibungslos. Absolutes Must Have: Dropbox (bzw. Alternativen wie Wuala oder SugarSync). Damit können Sie ganz einfach von überall aus auf Ihre wichtigsten Dateien zugreifen und ersparen sich manuelles Synchronisieren.

Dr. Zeitgeists Tipp!
Praktische Helferlein wie LastPass und Xmarks sorgen dafür, dass auch alle Ihre Passwörter und Bookmarks automatisch synchronisiert werden.

7. Nutzen Sie WebApps

Und zwar so häufig wie möglich. Mit Google Docs & Co. sparen Sie sich viel Arbeit im Zusammenhang mit Tipp 6 und können an fast jedem Ort der Welt auf Ihre Daten zugreifen.

Dr. Zeitgeists Tipp!
Welche Tools grundsätzlich auf keinem Fall auf Ihrem Laptop fehlen sollten, erfahren Sie hier: Werkzeugkoffer fürs Home Office.

8. Internet: Bleiben Sie unabhängig vom öffentlichen Angebot

Merke: Braucht man ganz dringend WLAN, gibt es in der Regel keins. Sorgen Sie mit Ihrem Smartphone oder einem Prepaid Surfstick (z.B. von Aldi) dafür, nicht zwangsoffline zu sein.

9. Sicherheit geht vor

Firewall und Virenscanner sind bei der Nutzung von öffentlichem WLAN absolute Pflicht. Vergessen Sie nicht, sich auch gegen ganz reale Gefahren abzusichern: Laptopdiebstahl ist am mobilen Arbeitsplatz leider keine Seltenheit. Lassen Sie Ihren Laptop also nach Möglichkeit nie unbeaufsichtigt und schützen Sie ihn im Bedarfsfall mit einem Laptopschloss (z.B. mit einem Kensington Lock).

Dr. Zeitgeists Tipp!
Die Software Prey schützt Laptops und Smartphones zwar nicht vor Diebstahl, sorgt aber dafür, dass Langfinger im Fall des Falles nicht auf Ihre Daten zugreifen können. Sobald ein gestohlenes Gerät WLAN nutzt, bestimmt Prey mittels Geolocation den Aufenthaltsort.

10. Vertrauen Sie auf Erfahrung

Wir alle haben schon viel ausprobiert: Arbeiten am Strand, mit den Füßen im Sand, im Campingbus am Waldcampingplatz, im Park, im Schwimmbad, auf der Universitätsbibliothek, im Flugzeug, am Balkon. Fazit: Jeder fühlt sich an einem anderen Ort am wohlsten. Nehmen Sie sich Zeit, selbst Erfahrungen zu sammeln, und profitieren Sie vom Wissen anderer.

Wir freuen uns auf weitere spannende Tipps in den Kommentaren.

 

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1 Stefan September 11, 2011 um 18:23

Danke für die Tipps.
Ich hätte noch einen Hinweis für die Punkte 8 und 9: Eigentlich verbietet sich (geschäftliches) Arbeiten über offenes WLAN, da hier Daten grundsätzlich unverschlüsselt und leicht lesbar übertragen werden. Da helfen auch Virenscanner und Firewall nichts.
Hier sollte auf verschlüsseltes WLAN geachtet oder eben per Surfstick ins Netz gegangen werden.

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2 Daniel Jahnsmüller September 14, 2011 um 08:29

Die Google-Dienste laufen meistens über HTTPS. Aber Stefan hat natürlich Recht, ich habe immer ein mulmiges Gefühl wenn ich mich mit „fremden“ WLANs verbinde. Die Kabelbinder von dötz sehen super aus.

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3 Thomas September 24, 2011 um 22:53

Danke liebe Kathi für die tollen Tipps :D

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4 Bettina Oktober 14, 2011 um 17:23

ist es überhaupt möglich, sich in einem öffentlichen wlan vollkommen abzusichern? Ich habe gerade auf vernetzt.de einiges dazu gelesen und mich schon gefürchtet was alles möglich ist.. andererseits wird im chip.de forum alles runtergespielt. dort viel auch öfter das https .. und am ende sei nur der user schuld usw.
wie ist deine, bzw. eure meinung dazu? (tipps per mail nehme ich sonst auch an) :)
gruß bettina

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