Langweiliger als Synchronschwimmen? Tanken Sie Motivation für Ihre Arbeit!

by Katharina on 9. August 2011 · 3 comments

Langweiliger Job? Dann ist es Zeit für mehr Motivation in der Arbeit.

“Laaangweeiiiiliiiig!” Sogar der spannendste Job schützt nicht vor Aufgaben, die uns beim Gähnen die Tränen in die Augen treiben. Eine Alltagserkenntnis, die bis zu einem gewissen Grad auch ihre Vorteile hat: Ohne Schatten kein Licht, ohne Langeweile keine Spannung. Aber woher kommt die Motivation, die Fadesse zu überwinden? Zaid Tuffaha von Work Awesome hat die Lösung – wir haben die Übersetzung:


13 Motivationstipps für Langeweile in der Arbeit

Auf geht’s – suchen wir nach einer Extraportion Motivation für öde Aufgaben!

1. Behalten Sie das große Ganze im Auge.

Eines Tages wurden zwei Bauarbeiter in New York City interviewt. Beide arbeiteten auf der Baustelle für einen riesigen Wolkenkratzer.

Der Journalist fragte den ersten Arbeiter: “Was machen Sie den ganzen Tag?”
Er antwortete: “Ich schlage den ganzen Tag Nägel in diese Metallstange. Dann gehe ich nach Hause, bloß um am nächsten Tag genau das selbe wieder zu tun.”

Der Interviewer stellte dem zweiten Arbeiter die gleiche Frage.
Er antwortete: “Schau nach oben, ich baue einen Wolkenkratzer!”

Und, was tun Sie? Wie lässt sich Ihre Arbeit in das große Ganze einordnen? Erkennen Sie den Wert Ihrer Arbeit!

2. Schreiben Sie sich Ihre Langeweile von der Seele.

Sprechen Sie mit Ihrem besten Freund: Mit sich selbst. Schreiben lässt Sie Ihre Situation bewusster wahrnehmen und ist eine besondere Chance für Psychohygiene.

Sie: Ich will diese Arbeit nicht machen – Sie ist so langweilig!
Sie (mit geschärftem Blick): Und warum denke ich so…?

3. Suchen Sie nach neuen Perspektiven.

Die Tätigkeit ist langweilig? Suchen Sie nach Möglichkeiten, den Arbeitsprozess zu verbessern und effizienter zu gestalten. (Genau so wurden der Legende nach 99 % aller Programmiersprachen entwickelt…)

4. Bleiben Sie dran!

Geben Sie nicht auf – und schließen Sie im Notfall einen Vertrag mit sich selbst, der Ihnen hilft, Ihre Fortschritte im Blick zu behalten. Ein hilfreiches Motvationstool ist z.B. stickK. Auf der Website können Sie sich Ziele setzen und Geld riskieren, falls Sie Ihre Ziele verfehlen. Holen Sie sich so die Motivation, langweilige Aufgaben abzuhaken.

Hinweis der Beyond-Redaktion: Wem Strafzahlungen ein bisschen zu viel des Guten sind, der zieht vielleicht mehr Motivation aus klassischen ToDo-Listen und Zeitmanagement-Tools.

5. Unterteilen Sie die Aufgabe in Unteraufgaben.

Nutzen Sie SCRUM (für Technikfans), GTD (für Produktivitätsfans) oder die Pomodoro-Technik (für die Akademiker-Neigungsgruppe). Im Wesentlichen laufen alle Techniken darauf hinaus, Ihre Aufgaben in sinnvolle Minitasks zu spalten und jedem Minitask einen Zeitpunkt zuzuweisen, zu dem Sie ihn erledigen wollen. Halten Sie Ihre Aufgaben gut sichtbar fest, vorzugsweise auf einem Whiteboard.

6. Schließen Sie Ihre Augen und motivieren Sie sich.

Rufen Sie sich ins Gedächtnis, was Sie wissen. Ohne Fleiß kein Preis. Eine Reise beginnt mit dem ersten Schritt… Überzeugen Sie sich selbst von der Wichtigkeit der Aufgabe (wenn das tatsächlich so ist…)

7. Reden Sie darüber.

Ich finde es hilfreich, mit Kollegen zu sprechen, bevor ich mit einem riesigen Projekt starte. Ich frage einige von ihnen direkt: “Wie würdet ihr ein großes Projekt angehen?” Ich bekam spannende Antworten.

Wenn Sie mit Kollegen über Ihre Langeweile sprechen, könnten Sie faul und unmotiviert wirken. Falls Sie Tipps suchen, sollten Sie deshalb zuerst selbst einen anbringen: “Dokumentationen schreiben kann langwierig sein. Ich denke deshalb immer an die erste Person, die sie in die Hände bekommt und sich darüber freut. Wie kommt ihr mit solchen Aufgaben klar?”

8. Verlieren Sie sich nicht in Details.

Konzentrieren Sie sich auf das, was wichtig ist, was einen Mehrwert bringt. Gestalten Sie ein Gerüst Ihrer Aufgaben und arbeiten Sie horizontal: Wenn Sie gleichartige Aufgaben zusammenfassen und in einem Stück erledigen, sind Sie schneller fertig.

9. Machen Sie eine Pause.

Machen Sie eine Stunde lang etwas anderes.

10. Lassen Sie’s.

Verschieben Sie die Aufgabe. Aber da Sie noch lesen, kommt das wohl kaum in Frage.

11. Sitzen Sie aufrecht.

Die Chancen stehen gut, dass Sie gekrümmt dasitzen. Lassen Sie mich dreimal raten: Sie lächeln nicht. Versuchen Sie’s. Wenn wir unsere Körperhaltung verändern, ändern wir auch unsere Geisteshaltung. Sogar eine Veränderung der Bildschirmperspektive kann helfen: Vielleicht ist die Arbeit aus einem anderen Blickwinkel spannender.

12. Drucken Sie die Aufgabe aus.

Falls Sie druckbar ist. Verlassen Sie den Computer und tun Sie, was immer Sie tun müssen, ganz altmodisch.

13. Hören Sie auf, diesen Artikel zu lesen, und tun Sie’s.

Ernsthaft!

Und, wie motivieren Sie sich für langweilige Aufgaben? Haben Sie noch mehr Tipps, wie die Arbeit leichter von der Hand geht?



 

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1 Bertold Raschkowski August 9, 2011 um 09:17

Mein Favorit steht an Nummer 1 in der Liste. Ich bin davon überzeugt, dass wenn die Aufgabe / der Job als sinnstiftend empfunden wird und wir ihn selbstbestimmt ausführen können, die eine oder andere Motivationshilfe im “Notfallkoffer” bleiben kann.

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2 John August 13, 2011 um 01:10

Mein reden, genau so habe ich Lehrlinge motiviert.
Toller Beitrag danke.

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3 locke August 22, 2011 um 02:58

Ich werd versuchen es anzuwenden…versuchen versprochen ;)

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