Erfolg im Job: Welche Kompetenzen Sie brauchen, um zu überleben! – Karriere & Zukunft, Teil 3

by Bertold Raschkowski (Gastpost) on 11. Juli 2011 · 1 comment

Fit für Karriere - diese Kompetenzen und Skills brauchen wir in der Zukunft

Seit Teil 2 der Serie wissen Sie, dass Joberfolg morgen mit Fähigkeiten von gestern keine Chance hat. Und im Artikel “Warnung: Dieser Job hat sein Ablaufdatum überschritten!” haben wir uns damit beschäftigt, für welche Tätigkeiten in Zukunft voraussichtlich keine menschliche Arbeitskraft mehr benötigt wird.

Aber welche Fähigkeiten brauchen Sie denn nun tatsächlich für die Zukunft? Diese hier:

1. In Lösungen und Nutzen denken

Genau wie beim Angebot eines Produktes werden Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich gegenseitig die Frage stellen: “Und, was habe ich davon?” Was macht Sie besser als Ihre Mitbewerber (die man im Zweifel gar nicht kennt). Da hilft die bisherige Ausbildung oder der stromlinienförmige Lebenslauf maximal im ersten Schritt. Es geht darum, wie der Kandidat in der Vergangenheit (auch wenn das nie eine Garantie für Erfolge in der Zukunft sein kann) Probleme gelöst bzw. Lösungen entwickelt hat.
Wer seinen USP, seine Person als Marke klar definieren und vermitteln kann, wird erfolgreich sein.

2. Kommunikation, Kommunikation und nochmal Kommunikation

Wer zielgruppen-, bedarfs- und kanalgerecht kommunizieren kann, war und ist klar im Vorteil. Kommunikation heißt Aktion, heißt Dialog. Es bedeutet, auch komplizierte Dinge verständlich und überzeugend darzustellen, so darzustellen, dass der Dialogpartner es versteht. Diese Fähigkeit ist absolut nicht selbstverständlich, gerade jetzt enorm wichtig und wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Wer die Aufmerksamkeit seines Gegenübers, sei es Kunde, Kollege, IT-Mitarbeiter, Künstler, Jurist oder Schulkind, haben und überzeugen will, muss kommunizieren können – schriftlich, mündlich und körpersprachlich. Dieser Grundsatz gilt vor allem in einer Zeit und Welt der Informationsüberflutung, wie wir sie gerade erleben.

3. Vertrauen aufbauen und leben

Vertrauen ist (neben Respekt) die beste Basis für jede Art von Beziehung. Auf Vertrauen aufbauende Beziehungen (zu Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kunden, Lieferanten, Lebenspartnern) sind dauerhafter, belastbarer, entlastender und erfolgreicher. Vorausgesetzt, man ist an langfristigen Erfolgen interessiert und bleibt authentisch.

4. Filterfertigkeiten

Sie haben richtig gelesen: Filter. Was bedeutet das? Das Wesentliche durchlassen, das Unwesentliche herausfischen. Bei den Unmengen an Informationen, die produziert, verteilt und verarbeitet werden, können wir den Überblick mit unserem vorhandenen menschlichen Vermögen nicht behalten. Umso wichtiger ist es, Mittel und Wege zu finden, um an die relevanten Informationen zu kommen, die Relevanz unabhängig von maschinellen Vorschlägen zu beurteilen und gleichzeitig selbst als Filter für andere zu dienen.

5. Wille und Fähigkeit zur Veränderung

Das eine geht nicht ohne das andere. Im Prinzip braucht es hier kaum erklärende Worte. Wer nicht willens und in der Lage ist, sich, seine Situation, seine Tätigkeit, erforderlichenfalls seinen Wohn- und Arbeitsort zu verändern, ständig dazu und neu zu lernen und sich regelmäßig selbst neu zu erfinden, wird die sich bietenden Chancen nicht erkennen und nutzen können. Punkt.

6. Hohe Eigenmotivation und Frustrationstoleranz

Motivation kann nie nachhaltig von außen kommen. Wer in der Lage ist, sich selbst zu motivieren und Rückschläge aus den erforderlichen Trial-and-Error-Prozessen erfolgreich und lernend zu verarbeiten, hat die besten Erfolgsaussichten – beruflich und im Alltag.

7. Empathie und Emotion

Ehrlich gesagt: Es geht auch ohne. Aber bei weitem nicht so gut und einfach. Wir werden alle – ob Kunden, Kollegen etc. – weniger über die Rationalität erreichen, sondern vielmehr über ihre Bedürfnisse und ihre Emotionen. Nur wer selbst in der Lage ist, Emotionen zu empfinden und zu artikulieren, wird auch die Emotionen und Bedürfnisse anderer erkennen und ansprechen können.

Raten Sie mal: Welche dieser Fähigkeiten ist neu?

Keine! Alle genannten Skills sind bekannt.

Bedeutet das auch, das alles ganz einfach ist? Nicht ganz. Das Ausmaß der Fähigkeiten ist entscheidend; die Ausprägung und die Mischung zu einem einzigartigen und individuellen Cocktail.

Jeder von uns bringt diese Fähigkeiten mit. Die Frage ist nur, in welchem Trainingszustand wir uns jeweils befinden und wie virtuos wir mit ihnen umgehen können und wollen. Leider stehen diese Fähigkeiten auf keinem mir bekannten Lehrplan in irgendeiner Ausbildung – wir müssen sie selbst erlernen und als Erwachsene immer wieder auffrischen.

Fazit: Wenn wir unsere Potentiale erkennen und üben, verbessern wir unsere persönliche Erfolgsbasis erheblich. Jetzt und für alle zukünftigen Herausforderungen. ‘Was tun Sie, um fit für die Zukunft zu sein?

Bertold Raschkowski (c)raschkowski   Bertold Raschkowski betreibt auf Five By Nine ein Fachgeschäft für Ideen, Anregungen rund um Work, Life & Balance und persönliche Entwicklung. Wer möchte, kann sich hier die passende Idee oder Inspiration in Ruhe ansehen, mitnehmen oder wieder zurück ins Regal stellen. Außerdem ist er Co-Autor beim Fachblog future commerce, das sich mit Trends, Neuigkeiten und Kuriositäten in eCommerce und Retail beschäftigt.

Wenn Bertold Raschkowski nicht schreibt, twittert oder spricht, ist er beratender Sparringspartner für Online-Händler und eCommerce-Dienstleister und liebt die Alpen – zu Fuß und zu Rad.

 

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1 Sophie Peregrini August 29, 2011 um 16:03

Life Long Learning ist das Stichwort.
Und das klappt nur, wenn man Fähigkeit 4 gut trainiert: Denn um zu lernen, braucht man den Blick aufs Wesentliche! Eine ziemliche Herausforderung bei dem ganzen Reizmüll in dieser Welt…

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