Ziele setzen und erreichen: Aller guten Dinge sind 3 – Gastpost von Peter Hinzmann

by Peter Hinzmann (Gastpost) on 13. Juni 2011 · 7 comments

Ziele setzen und erreichen - Aller guten Dinge sind Drei

Letze Woche habe ich das Thema zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten kritisch beleuchtet: Im Brennpunkt: „Mythos“ zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten?

Diese Woche liefere ich die Antwort nach, die ich schuldig geblieben bin: Nein, kein Mythos. Aber eine mächtige Herausforderung. Oder auch, in weniger Buchstaben: Das Leben. Und so bekommen Sie’s “in den Griff”:


1) Setzen Sie sich Ziele und Prioritäten!

In einem Angestelltenverhältnis werden Ihnen bestimmte Betriebsziele vorgegeben, aber selbst wenn Sie „frei“ sind, werden Sie sicher Ziele haben (z.B. eine Summe x muss verdient werden, Sie wollen so-und-so-viele Klienten bedienen, Sie sind Student und wollen Jobs, Studium und „Studentenleben“ unter einen Hut bringen). Machen Sie sich klar, welche Ziele Sie haben. Das können – und sollen! – durchaus berufliche und private Ziele sein. Denn: Nur mit einer Vorstellung davon, wohin Sie wollen, ist es möglich, zu definieren, wie Sie dorthin gelangen können. Neben dem Setzen von Zielen ist es unumgänglich, festzulegen, welche (beruflichen wie privaten) Projekte, Aufgaben und Ziele Priorität haben. Und dann gilt: Das Wichtigste zuerst…

2) Lassen Sie sich nicht ablenken.

Was ist das “Wesentliche”, von dem andauernd gesprochen wird, denn nun genau? Der Trick ist: Weiß ich, was ich will (Ziele!), weiß ich auch, was zur Erreichung nötig ist. Der Rest ist: überflüssig. Ob man die Eliminierung des Unwesentlichen eher auf persönliche Gewohnheiten bezieht wie Steve Pavlina oder sie als Mittel zum beruflichen Zweck sieht wie Tim Ferriss: Ohne die Kenntnis der wichtigen Ziele und Prioritäten können Sie das Unwesentliche nicht loswerden. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie haben Ihren 9-to-5-Arbeitgeber davon überzeugt, dass Sie auch gut von zu Hause aus arbeiten können. Alles paletti. Und plötzlich steht Kind Nummer 1 vor der Tür und, möchte spielen, dann Kind Nummer 2 (will auch Aufmerksamkeit), dann Ihre Frau (oder Ihr Mann): „Schatz, kannst Du mal schnell…?“ Sie verstehen das Bild.

Wollen Sie Ihre Ziele erreichen, ist es also absolut notwendig, diese zu kennen, ihnen Prioritäten zu geben und „den Rest“ so zu organisieren, dass er bei der Zielerreichung nicht stört. Beim Arbeiten von zu Hause aus betrifft dies insbesondere das familiäre Umfeld, und auch für den Fall, dass Sie planen, in die Welt hinauszuziehen und auf Reisen zu arbeiten, sollten Sie sich klar machen, dass Sie sich auf ein Abenteuer einlassen, dass Sie ohne Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit nicht überstehen können.

3) Stellen Sie Routinetätigkeiten auf „Autopilot“.

Sie wissen, was Sie wollen. Sie haben erkannt, was überflüssig ist, haben Ziele und Prioritäten gesetzt und mit Ihrem Lebensumfeld Arrangements für ein ungestörtes Arbeiten getroffen. Und stellen fest: Die Arbeit ist die gleiche geblieben, nur Ort und Zeiteinteilung haben sich verändert.

Immer noch ganz schön viele Anforderungen, Ablenkungen, Termine, Verpflichtungen – und kein stützendes Arbeitsumfeld, sondern nur noch die große und grenzenlose Alltagswelt. Was tun, um nicht den Überblick zu verlieren? Schalten Sie Routinetätigkeiten auf „Autopilot“: Wiederkehrende Routineaufgaben lassen sich gut zu “Arbeitseinheiten” zusammenfassen. Rechnungen zahlen, E-Mails abrufen, Kunden anrufen, Einkäufe erledigen – alles diese Aufgaben lassen sich im Block erledigen. Nehmen Sie Anrufe nicht sofort entgegen und rufen Sie Ihre Mails nur noch einmal am Tag ab, um Sie zu lesen und zu bearbeiten. Auch Rechercheaufgaben lassen sich gut bündeln.

Peter Hinzmann (c)phinzmann   Peter Hinzmann bloggt auf PeterHinzmann.com über persönliche Evolution im digitalen Zeitalter. Mutig, ungewöhnlich und in starken Worten: Mit dem Motto “Scheiss auf Perfektionstartete er durch und widmet sich seither den Themen Leben, Arbeiten, Lifelong Learning und Minimalismus. Dabei immer im Blick: Wie uns das Internet dabei unterstützen kann, persönlich zu wachsen. Mehr von und über Peter Hinzmann finden Sie auf Twitter.
 

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1 Manuel Juni 15, 2011 um 10:37

Diesen Satz finde ich besonderes wichtig: “In einem Angestelltenverhältnis werden Ihnen bestimmte Betriebsziele vorgegeben, aber selbst wenn Sie „frei“ sind, werden Sie sicher Ziele haben [...]”

Ich erlebe es immer wieder in meinem Freundeskreis das ich höre: “ich habe momentan im Büro gar nichts zu tun, sitze nur rum und mache nichts außer im Netz surfen”. Da frage ich mich doch: fehlt die Motivation bei dem Mitarbeiter oder bei dem Chef? Ich denke es hält sich die Waage, doch auch als Mitarbeiter kann man mal anfangen und sich selbstständig um Dinge kümmern.
Warum nicht einfach mal den letzten Kunden anrufen und über die Zufriedenheit sprechen, fragen ob noch fragen da sind etc. Angestrebtes Ziel dabei wäre: “Ich will das unsere Kunden merken das wir für sie da sind” …. und das erreicht man nicht wenn man wartet bis der Chef einem sagt was man machen soll.

Ich finde es echt wichtig, dass man sich selbst Ziele setzt. Man muss nicht selbstständig sein um einfach mal einen Kunden anzurufen und mit dem Sachen zu besprechen. Das kann man auch als Mitarbeiter ganz einfach machen. (Vielleicht ist dieses Beispiel ungünstig für jemanden der in einer riesen Fabrik arbeitet, aber in “kleinen” Werbeagenturen sicher eine Gute Möglichkeit sich selbst weiter nach vorne zu bringen)

In diesem Sinne: Leute setzt euch Ziele, auch wenn Ihr mal nichts im Büro zutun habt, macht etwas draus und nutzt diese Ruhephasen sinnvoll.

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